Antworten zu KEAH´s Diagnoserätsel

Antworten zu KEAH´s Diagnoserätsel

Hier finden Sie die Antworten zu KEAH´s Diagnoserätseln und etwaige Kommentare:

Diagnoserätsel #31:

Die Patientin hat eine akute Pankreatitis !

Die eher unspezifischen Symptome der Dame sind sicherlich nicht direkt hinweisend auf die Pankreatitis. Jedoch muss man immer zumindest die umliegende Nachbarschaft des Beschwerdebildes differentialdiagnostisch beachten. Hier hatte die Frau Erbrechen und wenn man genau hingesehen hat sogar Miserere, was ziemlich deutlich auf ein Geschehen weg vom Magen hindeutet. Deswegen muss man Duodenum, Leber, Galle, Ileum, Colon und eben auch den Pankreas mit in Betracht ziehen. In diesem Fall gab das Labor nur unzureichend Aufschluss, alle Parameter, die für eine Pankreatitis sprechen, wie Lipase und Amylase, BSG, Blutzucker, Leukos usw. waren zwar erhöht, aber nicht sonderlich stark. Nur der hinzugezogene Ultraschall zeigte eine deutliche Entzündung des Pankreas.

Praxistip:

Selbstverständlich macht es das Antreffen der Patientin in ihrer Wohnung erforderlich einen Krankenwagen zu rufen, von einem akuten Notfall kann man aber nicht wirklich sprechen. Dennoch ist die Patientin zwei Tage später an der nicht mehr beherrschbaren Pankreatitis verstorben.

Weitere klassische Leitsymptome bei der akuten Pankreatitis wären:

Vernichtungsschmerz, gürtelförmig ausstrahlend (hatte die Patientin in diesem Fall nicht), Fieber, Aszites, Pleuraerguß, Lungenödem, Blässe it hochroten Wangen, Nierenversagen, Ikterus, Abwehrspannung und Meteorismus (Gummibauch), Grey-Turner-Zeichen (bläuliche Verfärbung der Bauchdecke)

Diagnoserätsel #30:

Die Patientin leidet an einem mechanischen Ileus !

Dieser kann sich durchaus mal über ein paar Tage entwickeln, vor allem dann, wenn der Prozess, der zu diesem führt in ein paar Tagen die Schwelle zum Verschluss überschreitet. In diesem Fall hat ein Colon-Carzinom in der rechten Colonflesxur dazu geführt, dass es zu einer Intussuszeption (Invagination) gekommen ist, was zum Darmverschluss geführt hat. Deswegen hat die Dame diese kneifenden Schmerzen. Die Stille bei der Auskultation ist ungewöhnlich, eine echte Totenstille würde eigentlich für einen paralytischen Ileus sprechen, jedoch waren in der Auswahl der Originalprüfungsfrage neben Rechtsherzinsuffizienz, Reizcolon, akuter Pankreatitis auch das Bauchaortenaneurysma genannt, bei dem natürlich die verstärkten Strömungsgeräusche über der Aorta passend wären.

Prüfungstip:

Man darf sich nicht in die Irre führen lassen und gleich auf das Gleis des BAA abbiegen, den kneifende Schmerzen und die ganze weitere Magen-Darm-Symptomatik, sind bei einem BAA doch eher ungewöhnlich.
Die Stille kann man sich aber nur so erklären, das in diesem Alter und bei der Ursachenerkrankung Colon-CA, der Darm grundsätzlich träge ist und daher die normalen Aortengeräusche die eigentlich vorm Verschluss verstärkten Darmgeräusche übertönen.

Diagnoserätsel #29:

Die Patientin hat eine Infektion mit Helicobacter pylori im Magen !

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, welches sich liebend gerne im sauren Milieu aufhält, sich somit also in der Magenschleimhaut pudelwohl fühlt. Es führt zu einer konsekutiven Gastritis mit den beschriebenen Beschwerden wie Magendruck, Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit und vor allem Sodbrennen. diese retrosternalen Schmerzen können durchaus den Eindruck erwecken, dass etwas mit dem Herzen nicht stimmt, allein der Lokalisierung wegen.

Paxistip:

Leider ist der Helicobacter, den man schulmedizinisch verifizierend eigentlich nur aus einer Biopsie der Magenschleimhaut über eine Gastroskopie diagnostizieren kann, sehr oft falsch negativ in der Testung, da man ja in der kleinen Biopsieprobe auch genau einen Teil der Magenschleimhaut erwischen muss, auf der das Bakterium auch angesiedelt ist. Das geht oft schief. Man kann aus Praxiserfahrung davon ausgehen, das bei 80% der Patienten mit dem Leitsymptom Sodbrennen auch eine Besiedelung mit Helicobacter vorhanden ist. Das ist zumindest unsere Erfahrung.

Diagnoserätsel #28:

Die Patientin leidet an einer perniziösen Anämie !

Die perniziöse Anamie ist einer Sonderform der Vitamin-B12-Mangelanämie, bei der zwar ausreichend Vitamin B12 über die Nahrung aufgenommen wird, dieses aber im Ileum nicht mehr richtig resorbiert werden kann, weil der Intrinsinc-Faktor, der in den Belegzellen des Magens gebildet wird, nicht oder nicht ausreichend vorhanden ist.
In diesem Fall hatte die Patientin ein Magen CA und eine Gastrektomie, somit kann es keinen Intrinsic-Faktor mehr geben. Da sie mittlerweile die Tabletteneinahme verweigert, gibt es auch keine Substitution mehr. Bisher ging das gut, weil der bis zu sechs Monaten bis zwei Jahre ausreichende Vitamin B12 Speicher in der Leber dies kompensiert hat. Jetzt ist dieser jedoch leer, es stellen sich Proliferationstörungen in der Erythropoese ein und es entsteht die klassische Anämie mit makroytären und hyperchromen Erythrocyten, also einem erhöhten MCV und MCH.
Man musste hier das Magen CA in den Vordergrund stellen und genau nachfragen, wie dieses behandelt wurde, um auf die Lösung zu kommen. Weiss man schon vom Intrinsinc-Faktor, wird es dann ganz einfach.

Diagnoserätsel #27:

Der Patient hat eine Hypoglykämie !

Der Fall wäre natürlich recht einfach, wenn nicht gerade das Blutzuckermessgerät ausgefallen wäre. Jedoch kann man auch anhand der Differentialdiagnose eine ausreichende Diagnose stellen. Der Patient ist zittrig und kaltschweissig. Er kann nicht mehr sprechen, was natürlich erst einmal auf einen Apoplex hindeutet. Da er aber nerval motorisch nahezu kaum eingeschränkt ist, sondern die Motorik eher aufgrund der Zittrigkeit etwas schwerfällig ist, spricht das wiederum gegen den Schlaganfall. Trotzdessen kann man sich anhand der weiteren Symptomatik damit nicht sicher sein. Deswegen ist es unumgänglich zuerst einmal die Hypoglykämie auszuschliessen. Das ist ja sehr einfach. Man gibt ihm einfach ein Glas Apfelsaft oder sonstigen Zucker. Damit bessern sich die Beschwerden relativ schnell und das schliesst somit den Apoplex aus.

Prüfungs- und Praxistip:

Natürlich sollte das Blutzuckermessgerät immer funktionstüchtig sein. Das hätte dieses Rätsel aber viel zu einfach gemacht. Hat man doch keines zur Hand und man stellt sich die Frage, ob der Patient einen Unter- oder Überzucker hat, macht man einfach folgendes: man gibt dem Patienten Zucker! Vollkommen egal in welchem der beiden Zustände er sich befindet. Zucker rettet ihm im Falle der Hypoglykämie das Leben. Im Falle des Überzuckers macht ein wenig Zucker mehr jedoch keinen großen Unterschied.

Wer sich die Differentialdiagnose der Hyper- und Hypoglykämie besser einprägen will, für den stellen wir eine kostenlose Lerntafel zur Verfügung:
Hier geht es zur Lerntafel Hyper- vs. Hypoglykämie

Diagnoserätsel #26:

Die Patientin hat eine aplastische Anämie !

Die schnelle Müdigkeit ist neben dem leichten Gewichtsverlust der Hauptleithinweis in diesem Diagnoserätsel. Alle anderen Hinweise dienen ehr der Verwirrung und sollen einen aufs Glatteis führen. Jeder sagt erstmal, das die Frau eine Depression hat, was in keinster Weise der Fall ist. Man muss hier wirklich ordentlich Anamnese und vor allem Untersuchung machen. Die Herzauskultation ergibt ein Strömungsgeräusch über der Aortenklappe, das ist der nächste irreführende Hinweis, denn jetzt denkt man sofort die Dame hätte eine Aortenklappenstenose. Das ist aber auch nicht der Fall, denn das Strömungsgeräusch ist ein funktionelles und kommt aufgrund der erhöhten Strömungsgeschwindigkeit des dünnen Blutes zustande. Aus dem gleichen Grund könnte man auch ein Geräusch über den Jugularvenen vernehmen, dem sogenannten Nonnensausen. Da die Patientin rote Haare hat und deren haut von Natur aus sehr hell ist, lässt sich auch eine Hautblässe nur schwer erkennen. Die Skleren und die Schleimhaut sind auch unauffällig, was nicht selten bei einer Anämie vorkommt. Hat man denn den Verdacht einer Anämie schon gestellt, wird man sich natürlich als Nächstes das Blutbild anschauen und muss dabei zum Erstaunen feststellen, das bis auf einen minimal erniedrigten Hb und ein klein wenig zu wenigen Erythrocyten, vor allem die Anämie Leitwerte MCH und MCV vollkommen normal sind. Hmm, wieder irreführend. Jetzt muss man an die oft vergessene aplastische Anämie denken und auf die Suche nach einem Blutverlust gehen. Ein positiver Hämoccult Test lässt dann eindeutig auf eine chronische Blutung schliessen, welche die Anämie erklärt. Würde man bei der Patientin jetzt noch eine Coloskopie anordnen, käme ein Colon-Ca im aufsteigenden Dickdarm zum Vorschein, der für die permanente okkulte Sickerblutung und folglich für die aplastische Anämie verantwortlich ist.

Diagnoserätsel #25:

Der Patient hat einen Ileus !

Zur Auswahl standen auch noch Bauchaortenaneurysma, Rechtsherzinsuffizienz mit abdomineller Blutung, Reizcolon und chronische Pankreatitis.
Man wird sich wohl nur anhand der fehlenden Darmgeräusche für den paralytischen Ileus entscheiden müssen. Alle anderen Symptome passen auch zu den anderen Diagnosen. Die sogenannte Totenstille beim paralytischen Ileus ist das Leitsymptom dessen. Während beim mechanischen Ileus starke Darmgeräusche vor der Läsion zu hören sind und dahinter auch Stille herrscht. Allein die starken Gefäßgeräusche über der Aorta lassen natürlich deutlich an ein Aneurysma denken. Jedoch hat der Mann gar kein Aneurysma, denn aufgrund der Totenstille wird das Gefäßgeräusch relativ gesehen laut. Man muss also genau auskultieren und untersuchen. In beiden Fällen ist es aber ein absoluter Notfall und müsste so oder so sofort eingewiesen werden.

Prüfungstip:

Ileus – mechanisch oder praralytisch – sollte man in und auswendig für die Prüfung können. Also gut die Unterschiede zwischen den beiden Formen können: mechanisch entsteht immer durch Stenose, Invagination, Torsion usw., während der paralytische immer nervalen Ursprungs ist.

Diagnoserätsel #24:

Der Patient hat einen Gehirntumor !

Mit der Symptomatik dieses Patienten kann man sich einige Erkrankungen vorstellen: Andere Auswahlmöglichkeiten neben dem Gehirntumor waren bei dieser Frage ein Apoplex, die Polyneuropathie, eine Meningitis, Narkolepsie und ein Grauer Star.
All diese Möglichkeiten lassen sich mit den ersten Beschwerden auch in Einklang bringen, abgesehen vom grauen Star. Man muss differentialdiagnostisch also genau herleiten, dass der Patient eine Stauungspapille hat, die den wichtigsten Hinweis auf den Tumor liefert. Die Beschwerden wie Migräne, Sehsttörungen und auch das Erbrechen sind eher unspezifisch, wobei letzteres im Nachhinein deutlich auf den Tumor weist. Letztlich muss in der Prüfung mit der Information des Bronchial-CAs ganz klar an die Metastase oder wie in diesem Fall auf einen Sekundär- oder vielleicht sogar Primärtumor gedacht werden. Bei den anderen Vorschlägen würden natürlich auch noch die entsprechenden Leitsymptome fehlen wie das Fieber bei der Menigitis, die Schläfrigkeit bei der Narkolepsie und vor allem der Sehschärfeverlust beim grauen Star. Nur der Apoplex ist differentialdiagnostisch nicht so einfahc auszuschliessen, da könnte man vielleicht ins wanken geraten und muss dann das vorangeagnegen Bronchial-CA in den Vordergurnd stellen.

Prüfungs- und Praxistip:

Bei neurologischen Beschwerden sollte man sich immer vor Augen halten, dass alles möglich ist. Je nachdem wo die Läsion oder die Raumforderung lokalisiert ist, kommt es zu den unterschiedlichsten afferneten wie auch efferenten Ausfällen. Ein schönes Anschauungsbeispiel ist meiner Meinung nach ein modernes Internet-Glasfaserkabel: dieses besteht im Inneren aus einer Vielzahl von abertausenden einzelnen Glasfasern, die jeweils das Internet in die jeweiligen Haushalte bringt. Wenn jetzt ein Bagger beim Aufgraben der Straße dieses Kabel beschädigt und ein paar hundert von diesen Glasfasern zerstört, werden eben diese hundert Haushalte vom Netzt abgeschnitten sein, währen die nadern tausende von Haushalten weiterhin völlig unberührt in den Äther blicken können.
Und genauso kann man sich das auch im Nervensystem vorstellen: Patienten wundern sich immer, wenn man ihnen sagt, das ihre Beschwerden von der Lendenwirbelsäule herrühren, wenn Ihnen der kleine Fusszeh schmerzt, obwohl das restlich Bein vollkommen beschwerdefrei ist. Genau da, wo die Läsion sitzt, wird auch der Ausfall erscheinen. das ist eine Grundregel in der Neurologie und sollte immer im Hinterkopf behalten werden, wenn man Differentialdiagnose betreibt…

Diagnoserätsel #23:

Der Patient hat einen akuten medianen Discusprolaps!

Man glaubt es vielleicht kaum, aber ein Bandscheibenvorfall kann verdammt viele und vor allem massive Beschwerden verursachen. Vom klassischen Schmerz, der bis zur 10 auf der Schmerzskala empfunden werden kann bis hin zu der stärksten sensorischen Störung, der Lähmung, ist alles möglich. Darüberhinaus kann so ein Vorfall bedingt durch die Lokalisation auch alle möglichen anderen Störungen auslösen, in diesem Beispiel ist das die Harnblasenetnleerungsstörung.
Zur Auswahl in der Originalfrage standen noch die akute Glomerulonephritis, Nierenkolik, Niereninfarkt, Morbus Bechterew und akuter Gichtanfall.
Vor allem die nephrologische Problematik müsste differentialdiagnostisch unbedingt abgeklärt werden, man sollte sich nicht sofort auf den Discus einschiessen, denn in der Praxis kommen zwar Bandscheibenvorfälle sehr oft vor, jedoch nicht in einer solchen Dramatik, dass die Blase sich nicht mehr entleeren lässt (der Autor hat das als Spezialist für Bandscheibenvorfälle in fünfzehn Jahren Praxiserfahrung noch nicht einmal erlebt…).
Am wenigsten passend bei der Auswahl erscheint wohl der Gichtanfall. Der M. Bechterew ist auch vor allem in der Prüfung nie zu unterschätzen, macht jedoch klassischerweise mehr in den oberen Wirbelsäulenabschnitten Beschwerden.

Praxistip:

Bandscheibenvorfälle lassen sich mal von einer seltenst notwendigen Operation mit keiner schulmedizinisch Therapie kurativ behandeln. Alles was man konservativ macht sind Physiotherapie, Anlagetika oder analgetisierende Injektionen, die allesamt zwar die Schmerzen in den Griff bekommen können, aber niemals den Bandscheibenvorfall heilend aus der Welt schaffen können. Um den Discusprolaps wirklich kurativ, und das ist in der Tat möglich, zu behandeln, muss eine Therapie gewählt werden, die über die Anregung der Selbstheilungskräfte dem Körper die notwendigen Informationen liefert, um den Vorfall zu reponieren und den Faserring wieder zu reparieren. Wenn Sie sich für weitere Informationen dazu interessieren, melden Sie sich gerne bei mir.

Diagnoserätsel #22:

Der Patient hat ein chronisches subdurales Hämatom !

Also ein Bluterguss zwischen Dura mater, der harten Hirnhaut, und der Arachnoidea, der Spingewebshaut. Chronisch ist es deswegen, weil es kein akutes Ereignis gab, sondern der Motorradsturz sechs Wochen zuvor mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma (SDHI) die Ursache bestimmt. Definitionsgemäß nennt man das SDH chronisch, weil es erst mindestens zwei Wochen nach dem Ereignis entsteht. Demnach stellt es auch keinen lebensbedrohlichen Notfall dar, was nicht bedeutet, dass der Patient natürlich sofort in die Klinik muss. Normalerweise tritt es häufiger bei älteren Menschen mit Gerinnungshemmung durch Medikamente oder Alkoholabusus auf.
Klinisch zeigt sich das SDH mit Kopfschmerzen, Druckgefühl, aber auch Desorientierung und Bewusstseinsstörungen sind möglich. Das Bewusstsein war bei diesem Patienten allerdings ohne Befund. dafür zeigt er die auch selten vorkommenden Lähmungen in Form einer leichten Hemiparese.

Prüfungs- und Praxistip:

Der entscheidende Hinweis in diesem Fall ist der Motorradunfall. Die beiden wichtigsten Fragen in der Anamnese, gerade in der Naturheilpraxis, sind immer: „Seit wann?“ und „Was war zuvor?“. Wer diese Frage hier stellt, erfährt unweigerlich von einem sechs Wochen zuvor stattgefundenen Schädel-Hirn-Trauma, was dann die anderen Auswahlmöglichkeiten dieser Prüfungsfrage wie Menigismus, Apoplex und Hydrocephalus ausschliesst.
Ganz einfache Fragen an der Basis geben meistens die wichtigsten Hinweise für die Diagnose. Zugern stürzt man sich auf die großen Diagnosen und fragt spezifisch ab, um das ganz Besondere zu finden. Doch meist reichen die grundlegenden Fragen aus…

Diagnoserätsel #21:

Die Lösung hier ist ziemlich wahrscheinlich Pupura Schoenlein Hennoch!

Die Pupura Schoenlein Hennoch ist eine auf immunologischer Basis entstehende Vaskulitis der kleinen Blutgefäße. dadurch kommt auch das Leitsymptom Petechien zustande. Jedoch ist es eine Multiorganerkrankung und betrifft weiterhin vor allem den Magen-Darm-Trakt, Gelenke, Nieren und das Zentrale Nervensystem. Dabei können Symptome wie blutiger Durchfall, Gelenkentzündungen, Proteinurie und Hämaturie bis hin zum nephrotischen Syndrom sowie Kopfschmerzen, Ataxie, Aphasie entstehen. Da das Blutbild bis auf evtl. leicht erhöhte Entzündungsparameter ohne Befund ist, erfolgt die Diagnosestellung nur anhand der Klinik und hat als Erstmanifestation meist die Petechien, weil die Beschwerden vor deren Auftreten unspezifisch sind.

Prüfungstip:

Denkt in der Prüfung bei Petechien immer als erstes an die Purpura. Das ist eben deshalb so wichtig, weil die meisten anderen Erkrankungen die zu Petechien führen können, relativ spezifisch sind und recht gut anhand des Labors verifiziert werden können. Die Pupura jedoch nicht und sowas ist immer ein gefundenes Fressen für den Amtsarzt.

Praxisstip:

Die Purpura läuft einem auch in der Praxis immer mal wieder über den Weg. Mittel- bis langfristig betrachtet heilt sie sich meist spontan wieder aus, jedoch sind die akuten Beschwerden sehr unangenehm und die Komplikationsgefahr darf niemals außer Acht gelassen werden. In der Praxis gilt es die Ursache zu finden, sei es der latent schlummernde bronchiale Infekt oder die zuvor eingenommenen Medikamente, beides relativ leicht in der Naturheilpraxis zu behandeln. Hat man nicht solche klaren Auslöser, ist die Suche nicht ganz so leicht: irgendetwas hat dazu geführt, dass das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert. Wenn ihr das wieder zum Laufen bringt, steht der Ausheilung nichts mehr im Weg.

Diagnoserätsel #20:

Der richtige Verdacht liegt hier bei einer Kindesmisshandlung!

In der Prüfungsfrage stand noch Osteoporose, Glasknochenkrankheit, kindlicher Diabetes und Sturz vom Wickeltisch.
Wenn man sich die Hämatome bei dem Säugling anschaut, sind Sie zwar nicht groß, aber man kann feststellen, dass Sie unterschiedlichen Alters sind, weil man sie in verschiedenen Farben antrifft. Hätte man Röntgenbilder zur Hand oder würde diese veranlassen, stellt man fest das es schon mehrere Knochenbrüche gegeben hat und sogar akut welche vorhanden sind (In der Prüfung waren Frakturen an den Rippen, den Extremitäten und sogar am Schädel deklariert). Durch die Hämatome unterschiedlichen Alters kann man recht gut den Wickeltisch ausschliessen, denn dann müssten die blauen Flecken alle gleich alt sein. Die Osteoporose sowie die Glasknochenkrankheit schleissen sich wiederum fast durch die Hämatome aus, wenn man das Untergewicht mit hinzunimmt. Grundsätzlich ist das Untergewicht der wichtigste Hinweis auf die Kindesmisshandlung.

Falls einem so ein Fall in der Praxis erscheint, ist die Vorgehensweise nicht einfach. Man muss immer abwägen zwischen dem Kindeswohl und dem Kindeswohl. Klar, wenn das Kindeswohl wirklich gefährdet ist, muss sofort das Jugendamt eingeschaltet werden. Jedoch führt das dann relativ sicher auch dazu, dass das Kind evtl. direkt der Mutter entnommen wird. Ob das dem Kindeswohl dient, muss jeder für sich entscheiden, das ist ein sehr schwieriges Thema. Der Oma könnte man raten sich selbst beim Jugendamt zu melden, wenn Sie denn bereit wäre das Kind aufzunehmen, dann hat man die Chance, wenn es hart auf hart kommt, das Kind zumindest in der Familie zu behalten. Im Endeffekt wird aber das Jugendamt entscheiden. Man sollte in der Praxis auf jeden Fall keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Prüfungstip:

Denkt in der Prüfung immer an Kindesmisshandlung, das kommt immer wieder vor und wird abgefragt. Man könnte fast sagen, wenn Euch irgendwo in der Prüfung ein Kind mit Knochenbrüchen oder Hämatomen begegnet, denkt sofort Misshandlung. Sicherlich kommt das auch im echten Leben leider immer wieder vor.

Diagnoserätsel #19:

Die Antwort funktionelle Herzbeschwerden ist hier die wahrscheinlichste:

In der Original-Prüfungsfrage standen auch noch Lungenembolie, Herzinfarkt, Spontanpneumothorax und akute Lungenentzündung zur Auswahl.
Die Lungenembolie kommt zwar schon auch bei einer Bettlägerigkeit vor, weil durch die Imobilisation die Thrombose und somit die Emboliegefahr erhöht ist, zeigt aber normalerweise, wenn auch nicht immer, feuchte Rasselgeräusche und eine Schocksymptomatik mit zumindest einer Tachykardie. Beides fehlt hier. Da die Auskultation und die Perkussion hier negativ ist, kann eine Pneumonie und ein Spontanpneu nahezu ausgeschlossen werden. Der Herzinfarkt liegt vielleicht noch am nähesten, jedoch hätte man zusätzlich evtl. noch einen Ausstrahlung in den linken Arm, Kaltschweissigkeit, ebenso Tachykardie, Blässe, usw.
Auch die Fahrigkeit, also das Umherlaufen und Sprechen wäre ein Glanzleistung mit den anderen Diagnosen.
Der Dermographismus ist in diesem Beispiel ein große Seltenheit, in der Prüfung, weil normalerweise, wie ich ja auch immer predige, jede erwähnte Kleinigkeit auch in der Diagnose verwertet werden muss. Hier wird ausnahmsweise versucht über ein Symptom, welches nichts mit den aktuellen Beschwerden zu tun hat, den Prüfling in die irre zu führen.

Praxistip:
Funktionelle Herzbeschwerden sind per Definition subjektiv empfundene Herzsymptome ohne jegliche organische Ursache und sind gar nicht so selten. In der Praxis kann man das durchaus sehr oft erleben, gerade dann wenn man sich mit manueller Therapie beschäftigt und sich mit der Wirbelsäule auseinandersetzt. Oft liegt zwar nach schulmedizinischer Diagnostik kein organische Geschehen zugrunde, jedoch zeigt sich in der Praxis immer rwieder, das Wirbelsäulenblockaden ursächlich sind. Eine einfache Deblockierung des entsprechenden Wirbelsäulensegments führt ganz oft innerhalb von Sekunden zu vollkommener Beschwerdefreiheit.
Wer Interesse an der Chirotherapie hat kann sich hier informieren.

Diagnoserätsel #18:

Die Diagnose lautet am wahrscheinlichsten:Hormonproduzierender Ovarialtumor!

Man sollte ja davon ausgehen, wenn Sie die Minipille nimmt, das Sie keinen Mangel an weiblichen Hormonen und schon recht keinen Überschuss an Hormonen hat, denn schließlich nimmt sie extra die Minipille, eine Pille mit extra niedriger Hormondosierung. Geht man davon aus, dass die vermehrte Behharung von einem zu hohen Testosteronspiegel kommt, kann man recht leicht darauf kommen, dass irgendwo her zu viel Testosteron kommt. Die naheliegendste Lösung ist in solch einem Fall meist ein Tumor, der Hormone produziert. Andere Beispiele wären das Insulinom im Pankreas oder das Phaochromocytom im Nebennierenmark. Man könnte natürlich auch ein Nebennierenrindenadenom in Betracht ziehen, welches zu viele Androgene produziert, dieses würde aber schlechter die zyklusabhängigen Schmerzen im rechten Unterbauch erklären.
Eine Nebenwirkung der Pille ist aufgrund der niedrigen Dosierung auch eher unwahrscheinlich, ebenso gilt dies für einen Überdosierung.

Praxistip!

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem nicht nur von Männer, ja sogar in der Praxis häufiger auftretend von Frauen. Gerade der hormonbedingte Haarausfall kommt recht häufig in der Praxis vor und ist für die meisten Frauen ein sehr großes körperliches, aber vor allem psychisches Problem. Dabei kann jegliche Störung im Hormonhaushalt zur Alopezie führen, von zu niedrigen über zu hohe Hormonspiegel, genauso wie die klassische Hormomumstellung nach der Geburt eines Kindes oder nach Absetzen von Kontrazeptiva. Es können absolute genauso wie relative Hormonungleichgewichte zum Haarausfall führen und das Ziel der Therapie muss immer sein, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ihr seht das Verständnis des Hormonhaushalt hilft nicht nur in der Prüfung, sondern ist auch später in der Praxis von essentiellem Wert.

Diagnoserätsel #17:

Die Diagnose lautet Morbus Parkinson!

Die genannten Leitsymptome lassen keinen anderen Schluss als den Parkinson zu. Das macht ihn in der Prüfung relativ einfach. Immer wenn man die Leitsymptome wie Steppergang, Trippelschritte, gebeugte Haltung, Mikrographie, Ruhetremor, Sprachstörungen, Maskengesicht, Salbengesicht, Gedächtnisstörungen bis hin zur Demenz und einige mehr hört, ist die Diagnose in der Prüfung leicht zu erkennen.
In der Praxis ist dies allerdings überhaupt nicht einfach: Patienten mit dieser fülle an Leitsymptomen sieht man nämlich in der Praxis äußert selten, weil Sie sich in einem späten Stadium befinden, die Diagnose oft schon längst gestellt ist und sie deswegen erst gar nicht mehr in einer Heilpraktikerpraxis erscheinen. Meistens sieht man Parkinsonpatienten nur im Anfangsstadium, in dem Sie fast keinerlei der Leitsymptome zeigen. Da wird es schon wesentlich schwieriger und vor allem gefährlicher diese Diagnose zu ziehen. Ist es doch ein rechter Schock für den Patienten und dessen Umfeld, diese Diagnose zu erhalten. Deswegen sollte man es sich gut überlegen dies auszusprechen und überlässt es vielleicht besser dem Neurologen, der durch das MRT die Verdachtsdiagnose auch verifizieren kann. Danach kann man ja immer noch mit dem Patienten an der Linderung und Verlangsamung des progredienten Prozesses zusammenarbeiten.

Prüfungstip:

Generell macht es aus unserer Sicht Sinn, sich bestimmte Erkrankungen, Symptome und klinische Bilder im echten Leben anzusehen. Das ist natürlich nicht immer einfach. Gelingt es einem wirklich einen Parkinsonpatienten verifiziert im echten Leben zu sehen, wird man das nie mehr vergessen und kann ganz viele Symptome in der Prüfung , aber natürlich auch später in der Praxis, deutlich vor seinem inneren Auge betrachten. Das führt dazu, diese Symptome nicht auswendig lernen zu müssen. Hat man nicht die Gelegenheit in real life, kann man sich sehr gut mit Bildern und vor allem Filmen behelfen. Schaut Euch hierzu die prominenten Beispiele von Mohammed Ali und Michael J. Fox an, zwei ganz bekannte Parkinson-Erkrankte. Oder schaut Euch den Film Love & Other Drugs mit Anne Hathaway an, indem ist die Tragik dieser Erkrankung sehr gut beschrieben. Wirklich zu empfehlen, um die Tragweite einer solchen Diagnose zu erkennen.

Diagnoserätsel #16:

Die wahrscheinlichste Diagnose wird hier wohl die diabetische Gastropathie (Gastroparese) sein!

Sie hat anhand der Voruntersuchungen schon eine diabetische Retinopathie und eine diabetische Nephropathie, beides sAnzeichen einer schon schweren und weit fortgeschrittenen Polyneuropathie. Da sich die Polyneuropathie auf den gesamten Organsimus erstreckt, ist es naheliegend, dass sich dies auch auf den Nervus vagus ausgebreitet hat, welcher den Magen innerviert. Funktionieren die parasympathischen Anteile der Magenversorgung nicht mehr richtig, kann die Regulation der Verdauung nicht mehr richtig aufrechterhalten werden. folglich kommt es zu klinischen Bildern, die einer Gastritis oder einem Ulcus ventriculi ähneln, allerdings in einer Gastroskopie eher unauffällig sind.
Die Polyneuropathie ist übrigens keine direkte Folge des Diabetes mellitus, sondern folgt immer aus der daraus entstehenden Makroangiopathie, aus der wiederum eine Mikroangiopathie entsteht. Der zugrundeliegende Nerv funktioniert also eigentlich aus seiner eigenen Funktion heraus einwandfrei. Nur wird er selbst nicht mehr richtig mit Blut und somit mit Nährstoffen versorgt, weshalb er in seiner Funktion bis hin zum vollkommenen Ausfall eingeschränkt ist.

Differentialdiagnostisch müssen hier natürlich trotzdessen alle schwerwiegenden Erkrankungen ausgeschlossen werden: dazu gehören selbstredend das Magen-CA, die Magenausgangsstenose, Mesenterialarterienstenose, paralytischer sowie mechanischer Ileus als wichtigste Vertreter.

Prüfungstip:

Habt in der Prüfung neben dem Organ selbst immer im Hinterkopf, was passiert wenn die versorgenden oder die entsorgenden Bereiche eines Organs nicht mehr funktionieren. Denkt also immer an den Ausfall, die Insuffizienz oder die Unterversrogung des Organs über die Gefäße (Blut wie Lymphe) und die nervale Versorgung. Das bedeutet, dass es extrem wichtig ist sich in der Anatomie sehr gut auszukennen. Also schnappt Euch den
Lippert , das von uns empfohlene Anatomiebuch, oder irgendein anderes , welches Euch gut liegt und lest es durch…

Diagnoserätsel #15:

Die Diagnose ist hier eindeutig die systemische proggressive Sklerose (Sklerodermie)!

Die Sklerodermie ist eine systemische Erkrankung des Bindegewebes auf autoimmuner Basis. Sie beginnt meist an den Händen und befällt vorwiegend Frauen zwischen 30 und 50 Lebensjahren. Sie verläuft in drei Stadien und beginnt dabei mit einer Ödembildung, wodurch sich die geschwollenen Finger erklären lassen. Im zweiten Stadium geht die Schwellung in eine Induration, einer Verhärtung, der Haut, später auch der inneren Organe über. Zuletzt ergibt sich daraus dann ein atrophisches Stadium mit Gewebeuntergang und Organinsuffizienz.
Die Sklerodermie ist eine schwerwiegende, weil degenerativ progressive Erkrankung, die früher oder später grundsätzlich letal endet.
Um sich die Erkrankung besser vorstellen zu könne, empfehle ich meinen Studierenden immer sich das biblische Bild von Lots Frau, die aus dem sittlich verkommenen Sodom und Gomorra flieht und bei Zurückblicken auf die verlassene Stadt zu Stein erstarrt, vor Augen zu halten. Diese Versteinerung erfährt die Sklerodermieerkrankte über einen langen Zeitraum hinweg leider auch. Die Organe versteinern quasi, so kann man sich gut vorstellen, wie diese insuffizient werden. Das passiert hier bei unserer Patientin vor allem in der Lunge, was durch die Sklerosierung der Alveolen bzw. der Bronchiolen untersuchungstechnisch zu der restriktiven Ventilationsstörung führt.

Prüfungstip:

Es gibt grundlegend drei verschiedene Funktionsstörungen in der Lunge, aus der sich die einzelnen Lungenerkrankung ergeben. Dabei können diese isolieret oder auch in Kombination für die Erkrankung ursächlich sein:

  • Ventilationsstörung
  • Diffusionsstörung
  • Perfusionsstörung

Wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt und diese drei Störungen genauer erklärt haben wollt, dann schreibt uns auf unserer Facebook-Fanpage!

Differentialdiagnostisch wäre hier durchaus zu Beginn auch die Polymyalgia rheumatica oder die chronische Polyarthritis in Betracht gekommen, jedoch weisen die klassischen Leitsymtome wie Mikrostomie, Teleangiektasen, nicht abhebare Hautfalten und die Nekrosen an den Fingerspitzen deutlich von diesen weg. Zudem treten beide gehäuft nach dem 50. Lebensjahr auf, was die Diagnose untermauert.
Andere Differentialdiagnosen die man ins Auge hätte fassen sollen, wäre das rheumatische Fieber oder auch den M. Bechterev, die ankylosierende Spondylarhtritis, oder aber auch wegen der Muskelschwäche die Fibromyalgie.

Diagnoserätsel #14:

Die Diagnose in diesem Fall lautet Candiamykose!
Er hat eine Pilz im Darm, Candida albicans, ein Hefepilz, der sich von Zucker und von Hefe ernährt. Daher kommt auch das verlangen nach Süßem, nach Kohlenhydraten und nach Obst. Der Pilz verstoffwechselt diese Nahrung zu Fuselalkoholen wie Methanol und Propanol, wodurch über die alkoholische Gärung Kohlendioxid entsteht und wiederum die Flatulenz sowie der Meteorismus erklärlich werden. Zudem muss nun die Leber permanent Alkohol abbauen, den ganzen Tag und deswegen verträgt er einerseits den Trinkalkohol schlecht und andererseits ist er extrem Müde, denn Müdigkeit ist das Symptom der Leber.
Erinnert Euch dazu vielleicht an die Leberzirrhose, diese Patienten sind auch extrem müde.
Da nun der Darm embryonal betrachtet aus dem gleichen Keimblatt stammt wie das auch die Nasennebenhöhlen tun, erklärt sich daraus der Stirnkopfschmerz.
Weitere Leitsymptome einer Candidose sind auch geistiger Natur und gehen aufs Gemüt. Die Menschen sind antriebslos, schnell gereizt, aggressiv, depressiv, können sich schwer konzentrieren und einiges anderes mehr…

Tip für die Praxis

Candida albicans lässt sich nur hundertprozentig aus dem Körper verbannen, indem man eine Therapie auswählt, welche die Selbstheilungskraft anregt. Wirkstoffpräparate vermögen es zwar großflächig Pilze abzugrasen, jedoch werden diese immer wieder aus der Tiefe nachwachsen, es ist also nicht nachhaltig.

Diagnoserätsel #13:

Die Dame hat eine Endometriose, die sich im oberen Teil des Rectum manifestiert hat.
Da bei der Endometriose Gebärmutterzellen außerhalb des Uterus wachsen und diese sich ja genauso verhalten wie die Zellen innerhalb des Uterus selbst, hat Sie eben immer zur Menstruation Blut im Stuhl. Diese ist auch hellrot in der Farbe, weil es bis zum Austritt noch nicht geronnen ist. Wären die Endometrioseherde weiter proximal würde man eher occultes Blut im Stuhl als Befund haben.
Die Endometriose kann überall extrauterin vorkommen, ist aber meist intraperitoneal zu finden, wonach sie auch nur mit einer abdominellen Laparaskopie verifizierend zu diagnostizieren ist.
Die Schmerzen kommen übrigens am wahrscheinlichsten von tief infiltrierenden Endometrioseherden, die kleinste Nerven entweder komprimieren oder gar infiltrieren. Dabei sind sie unabhängig von der Größe und der Lokalisation der Herde. Je weiter ausgeprägt die herde jedoch sind, umso stärker und dauerhafter werden die Schmerzen.

Differentialdiagnostisch sollte man bei Schmerzen im Unterbauch an einige Dinge denken. Da wären:

Appendicitis
Diverticulitis
Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, alle möglichen enterologischen Befunde
Adnexitis und alles was dazu gehört
Extrauterine Gravidität
Cystitis und alles was dazu gehört
Alle Malignome in dem Bereich
Metastasen im LWS-Bereich
Discusprolaps, LWS-Blockaden

Ein altes und sehr gutes Buch zur Differentialdiagnose ist unsere Empfehlung nach Folgendes: Differentialdiagnose der medizinisch-klinischen Symptome von Vogl. Ein Buch, welches später in der Praxis zum Standardrepertoire gehören wird.
Eine alternative, die für die Prüfung vorzuziehen ist, aber später in der Praxis eher unnütz sein wird, ist die Differenzialdiagnose für Heilpraktiker von Reuter. Ein gutes Buch zur Prüfungsvorbereitung.
Wie immer sind Buchempfehlungen subjektiver Natur, deswegen können wir nur angeben, was uns liegt. Jedes Buch hat seine Berechtigung für seinen Leser. Sucht Euch also EUER Buch aus und lasst Euch nicht von Empfehlungen und schon gar nicht von Kritiken abhalten.

Diagnoserätsel #12:

Hier geht es ziemlich eindeutig um Gasbrand!
Die äußerst schmerzhafte Entzündung, das Fieber und die Tachykardie sind zwar noch keine spezifischen Symptome, jedoch weist der blaßgraue Rand und das klare Wundsekret schon deutlicher darauf hin.
Wenn man dann noch das Leitsymptom Knistern der Haut vernimmt, sollte man unbedingt sofort an Gasbrand denken.
Der Gasbrand wir durch das Bakterium Clostridium perfringens verursacht, welches sich unter anaeroben Bedingungen, wie hier im Weichteilgewebe, zum pathogenen gasbildenden Agens entwickelt. Durch die Produktion von Kohlendioxid in der Haut entsteht ein Hautemphysem mit der typischen Hautkrepitation, dem Knistern.
Die Erkrankung ist sehr gefährlich, weil sie rasch progredient ist und schnell in ein septisches Krankheitsbild übergeht, welches auch heutzutage noch immer bei bis zu 50% letal verläuft, meist aufgrund von akutem Nierenversagen.

Tip für die Prüfung:

Infektionskrankheiten sind ein leidiges Thema eines jeden Heilpraktikeranwärters. Jedoch ist es meist gar nicht so schlimm, wie man sich am Anfang vielleicht vorstellt. Man muss nur einige Regeln beachten:
Niemals alle Krankheiten in einer Reihe auswendig lernen (das kann man zwar machen, dauert aber sehr, sehr lange..)
Prioritäten setzen (nicht jede Infektionskrankheit ist gleich Wichtig!)
Pakete schnüren (viele Infektionskrankheiten lassen sich zu großen Themenpaketen zusammenschnüren)
Nur die wichtigsten Dinge auswendig lernen: das sind Erreger, Inkubation, Übertragung, Klinik, Komplikationen und Impfung, mehr nicht!
Bilder und Filme zu einzelnen Erkrankungen anschauen und einprägen, das hilft als Bild in der Prüfung…
Zum Gasbrand gibt es unseres Wissens leider keinen Film, aber dann sind aus unserer Sicht die Lernkarten:Infektionskrankheiten eine gute Alternative.

Und sich nicht entmutigen lassen, es haben bisher noch alle Heilpraktiker geschafft, wir mussten alle da durch…

Diagnoserätsel #11:

Es handelt sich hierbei um den Morbus Behcet !
Eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, genauer eine rheumatische Arthritis. Er zeigt orale und genitale Aphten und eine Iritis und das vor allem bei Männern aus dem östlichen Mittelmeerraum. Ebenso können Hauterscheinungen wie Erythema nodosum sowie rheumatische Beschwerden wie eben Arhtritiden auftreten. Sie verläuft schubweise und ist natürlich immunologisch bedingt.
Man könnte hier auch über bestimmte andere immunologische Erkrankungen nachdenken, denn Aphten sind erst einmal sehr unspezifisch:
Andere Lösungsvorschläge aus dem Originalrätsel waren:
Pemphigus vulgaris: zeigt eher eine Blasenbildung der Hornhautschicht
Conylomata acuminata: zeigt zu Beginn stecknadelkopgroße Knötchen, also hier differentialdiagnostisch zu bewerten, aber später die klassische Feigwarze
Zur Auswahl standen auch noch Varicellen, die aber wegen des fehlenden Sternenhimels ausfallen sowie Impetigo contagiosa, durch Streptokokken verursachte Bläschen, die aber in Pusteln übergehen und goldgelbe Krusten im Anschluss zeigen.

Tip für die Prüfung:

Wie schon öfters erwähnt muss in der Prüfung jedes genannte Wort verwertet werden, dass bedeutet hier, dass der Hinweis über die Herkunft des Patienten erst zu der Diagnose führt. Aphten im Mund oder am Genital können auf alles Mögliche hinweisen. Die Irits zeigt schon deutlicher in Richtung rheumatischen Formenkreis, aber erst die Türkei weist zielgerichtet in der Gesamtheit der Klinik auf den M. Behcet hin.
Also immer alle Symptome aus dem Rätsel in der Diagnose verwerten!

Diagnoserätsel #10:

Die wahrscheinlichste Diagnose, vor allem prüfiungsspezifisch ist hier der Morbus Crohn des terminalen Ileums!
Denkbar wären auch eine Divertikulitis, diese tritt jedoch meist links auf, auch Linksappendicitis genannt, oder ein irritables Colon, welches aber keine Temperaturerhöhung hat.
Im Unterbauch muss man bei einer jungen Frau auch immer an eine extrauterine Gravidität oder eine Adnexitis denken, jedoch wären die bei Ersterem akut, also nicht über Wochen und die Schmerzen wären auch nahrungsunabhängig, wie auch bei Zweiterem.
Wenn man nach dem Stuhl gefragt hat, wird klar, dass sie unblutig sind, ca. 2-3 x täglich auftreten und recht schleimbesetzt sind, alles relativ hinweisende Symptome für einen Crohn.

Tip für die Prüfung:

Bei Durchfall über längeren Zeitraum in der Prüfung immer an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa denken und beide in und auswendig differenzieren können.

Diagnoserätsel #09:

Hier ist am ehesten eine transistorische ischämische Attacke (TIA) als Diagnose wahrscheinlich.
Der plötzliche Hörverlust kann als Hörsturz interpretiert werden und die Besserung über Nacht spricht deutlich gegen einen Apoplex, der differentialdiagnostisch natürlich auch ins Auge gefasst werden muss.
Die negative neurologische Untersuchung untermauert den vaskulären Charakter.
Wahrscheinlich war das Fussballspiel für den Mann ein wenig aufreibend, wodurch sich der Blutdruck steigerte, die Gefäße vasokonstriktierten und die ohnenhin schon schlechte vaskuläre Lage zum Überlaufen gebracht wurde. Deswegen gab es eine kurze Unterversorgung im cerebralen Bereich, was zu der TIA, übrigens die Vorstufe eines Apolpex geführt hat.
Er sollte deswegen mittel- bis langfristig unter anderem unbedingt seine Risikofaktoren wie das Rauchen und Trinken aufgeben und seine Durchblutung am Besten mit Vitamin-C-Infusionen verbessern.

Tip für die Prüfung und die Praxis:

Eine TIA wird allgemein immer mit Ausfallerscheinungen im Gesicht wie Taubheit, Lähmung, Parästhesien usw. beschrieben, kann aber eben auch überall intracerebral auftreten und somit klassische Apoplexsymptome liefern, mit dem Unterschied, das diese relativ schnell reversibel sind.

Die Kommentare und die Diskussion kann man auf der Facebook-Fanpage nachlesen.

Diagnoserätsel #08:

Richtige Lösung ist der Botulismus.
Da er einen Tag zuvor mit seinen Freunden eine deftige Hausmacher Wurst Brotzeit veranstaltet hat, ist ihm beim Herrichten dieser eine mit Clostridien kontaminierte Wurstkonserve untergekommen. Er hat zwar noch ein leichtes Zischen beim Öffnen der Dose vernommen, aber maß dem keine größere Bedeutung bei.
Es hat jedoch ausgereicht das Botulinumtoxin aerogen aufzunehmen und schon am nächsten Tag bekam er die ersten Symptome, die aufgrund der Hemmung der Acetylcholinfreisetzung an der motorischen Endplatte erklärlich sind.
Später könnte er aufgrund der zunehmenden Paralyse in den unteren Extremitäten und vor allem im Diaphragma mit der Komplikation der respiratorischen Insuffizienz, gar durch Zwerchfelllähmung mit dem Tod konfrontiert werden.
Deswegen ist diese Erkrankung auch als Notfall einzuschätzen, muss sofort in die Klinik überwiesen werden und es besteht einerseits Meldpflicht für den Heilpraktiker sowie natürlich auch Behandlungsverbot.

Kommentar und Erfahrungstip zur Facebook-Diskussion:

Einige haben sofort nach der Veröffentlichung ja die richtige Lösung gepostet, das ist auch verständlich, denn wenn man bestimmte Leitsymptome hört und sofort an die entsprechende Erkrankungen denkt, haut man sie auch raus. Für die schriftliche Prüfung ist das auch mehr oder weniger in Ordnung, ABER für die mündliche und noch mehr für die späterer Praxis ist das fatal.
Denn es hätte anhand der Symptome alles Mögliche sein können, wie sich in der Diskussion dann auch rausgestellt hat.
Zur Verifizierung des Verdachts des Botulismus, welchen ja viele gleich hatten, hätte die Information über die Hsumacher Wurstplatte, bei genauerem Nachfragen die Tatsache, dass er es Zischen gehört hat beim Öffnen der Dose und das Wissen über die aerogene Übertragunsmöglichkeit des Clostridiumtoxins vollkommen ausgereicht.
Also bevor man voreilig vor dem Amtsarzt und später vor dem Patient seine Vermutung preisgibt, ist es ratsam sich immer erst vorher weiter zu vergewissern und die Verdachtsdiagnose zu verifizieren. Oftmals wird es in der Praxis so sein, das es überhaupt nicht eindeutig ist, um was es genau geht und man oft sogar erst durch die Auschlusstherapie zur Diagnose kommt.
Dann habt Ihr alle richtig gehandelt, indem Ihr den Patient in die Klinik verweist und beim Gesundheitsamt eine Meldung macht, das habt Ihr sehr gut gemacht. Da könnt Ihr Stolz auf Euch sein.

Tip für die Prüfung:

Kleinkindern bis zu 2 Jahren dürfen keinen Honig bekommen, weil bei Honig auch die Gefahr der Botulinumkontamination besteht, zwar in sehr geringen Dosen, die für Adulte ungefährlich sind, aber ausreichend hoch, um Säuglinge und Kleinkinder zu infizieren. Das nennt man dann Säuglingsbotulismus.

Diagnoserätsel #07:

Die richtige Antwort wäre Ovarial-CA.
Es scheint ein Aszites vorzuliegen, ein typisches Symptom eines Ovarialcarzinoms, was an der Umfangszunahme des Leibes zu erkennen ist. Dadurch ergibt sich auch die Exikose, welche für die stehende Hautfalte verantwortlich ist, weil durch die Bauchwassersucht ein Wasserverlust im Gewebe zustandekommt. Da das Bauchwasser in Rückenlage in die Peripherie fliest, kann man den normalen tympanitischen Klopfschall der ja eigentlich im ganzen Abdomen zu finden ist nur in der Bauchmitte finden, weil er in der Peripherie durch das Wasser gedämpft erscheint. Der Hinweis auf den negativen Stuhlbefund macht ein Rectum- oder Colon-CA eher unwahrscheinlich, die würden ja evtl. bluten und den Stuhltest positiv machen.
Theoretisch könnte sie auch noch schwanger sein, aber das Alter und die Exikose sprechen eher dagegen.

Diagnoserätsel #06:

Die richtige Lösung ist hier die Angina abdominalis.
Der Patient zeigt bei der Auskultation unaufällige Darmgeräusche, dafür aber Gefäßgeräusche. Seit einem halben Jahr hat er ja Beinschmerzen, die nach einer bestimmten Gehstrecke auftreten, das ist der klare Hinweis auf die Schaufensterkrankheit, Claudicatio intermittens, er muss also die arterielle Verschlusskrankheit haben. Da diese in allen Gefäßen auftreten kann und nicht nur in den Beinen, entsteht durch die postprandiale Zentralisation des Blutes im Bauchraum der beklagte Schmerz, ein Engegefühl im Bauchraum, daher die Angina abdominalis.
Zudem zeigt das Labor mit BSG und CRP im Normbereich keinen Hinweis auf irgendwelche Entzündungszeichen, das untermauert die Diagnose der arteriellen Verengung.

Tip für die Prüfung:

Man sollte immer bei den Basics der klinischen Untersuchung anfangen, es wird unserer Meinung nach in der Medizin mittlerwiele viel zu wenig körperlich klinisch untersucht. Das ist auch gleich ein Praxistip, denn in der Praxis hat man nicht die Möglichkeit aufwendige schulmedizinische Untersuchungen zu machen. Durch die klassische intensive IPPAF-Methode lassen sich schon ganz viele Auffälligkeiten feststellen und differentialdiagnostisch bewerten.
Gerade bei den Diagnoserätseln muss man die Basisinformationen zusammentragen und daraus die Diagnose bilden. Dabei muss jedes einzelne Symptom verwertet werden, denn in den Prüfungsfragen steht kein Wort umsonst. Passt also ein Symptom nicht zur Diagnose, wird es voraussichtlich die Falsche sein.

Diagnoserätsel #05:

Die richtige Antwort hier wäre die Amöbenruhr.
Ausschlaggebend wäre hier der blutige Stuhl, der auf Nachfrage himbeergeleeartig aussehen würde. Viele haben auf die Cholera spekuliert, der fehlt aber eben der blutige Stuhl.
Zudem ist es eine Reisegruppe, die im Zug umherfährt, also weniger in Kontakt mit unhygienischen Zuständen kommt als vielleicht ein Rucksacktourist, was hinweisend gegen die Cholera spricht, die eher meist endemisch auftritt.
Schmerzen können bei beiden auftreten oder auch nicht!

Prüfungstip:

Schmerz ist immer ein sehr unspezifisches Symptom und seltenst ein Leitsymptom, deswegen muss man sich immer an die spezifischere Klinik halten und das wäre hier das Blut im Stuhl.

Die Diskussion zu diesem Diagnoserätsel kann man übrigens hier auf Facebook verfolgen

Diagnoserätsel #04:

Die Lösung hierfür ist die ankylosierende Spondylarthritis oder auch Morbus Bechterew genannt. Sie gehört zu den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und hat wohl eine autoimmune Genese.
Leitsymptom ist der über längere Zeit bestehende entzündliche Rückenschmerz besonders in den frühen Morgenstunden, der sich durch Bewegung bessert. Oftmals sind die Iliosacralgelenke betroffen, deswegen auch die Schmerzen dort.
Weitere Symptome sind:
Achillodynie: Schmerzen im Achillessehnenansatz
Enthesiopathie: andere Bänder und Sehnen können am Knochenansatz entzündlich sein
rezidivierende Uveitis im Verlauf bei 30-50% der Erkrankten
kardiale und renale Komplikationen, diese sind aber sehr selten (<5%) Weiterhin ist der Röntgenbefund wichtig, indem sich Syndesmophyten zeigen, die später das Bild der Bambusstabwirbelsäule aufzeigen. Der HLA-B27 Marker ist wie bei einigen rheumatischen Erkrankungen sehr häufig vertreten, nur 10% der Erkrankten haben diese Typisierung nicht. Für die Diagnose ist er deswegen auch wenig hilfreich, aber für die Prüfung extrem wichtig.

Daher muss man Folgendes unbedingt wissen:

Tip für die Prüfung:

HLA B27 kann positiv sein bei:

M. Bechterew
M.Crohn
M. Reiter
Arthritis psoriatica


Diagnoserätsel #03:

Antwort 4, die bakterielle Arthritis, ist die Richtige!
Zum Beispiel durch Gonokokken, das ist hier naheliegend, weil irgendwie ja der in der Frage erwähnte Ausfluss verwertet werden muss. Rheumatisches Fieber ist wegen des negativen Rheumafaktors NICHT auszuschliessen, denn es gibt Rheuma auch ohne Rheumafaktoren. Die Gicht hat wohl eher nicht den Gewichtsverlust ;-), die aktivierte Arthrose wohl ebenso. Ein CA der Blase wäre möglich, aber der Gewichtsverlust ist vielleicht zu gering und das hätte nun auch keinen Ausfluss.
Punkt um, der Ausfluss macht die Frage eigentlich recht einfach, weil dieser den klaren Hinweis auf eine bakterielle Genese liefert.
Gonnorrhoe übrigens durch gramnegative Diplokokken verursacht, hauptsächlich über Geschlechtsverkehr übertragen mit einer Inkubation von 2-5 Tage. Bemerkbar durch eine Entzündung der Harnröhre mit eitrigem Ausfluss insbesondere beim Mann, bei Frauen oft nur eine einfache Urethritis.

Diagnoserätsel #02:

Antwort 5, die Luxation, ist die Richtige!
Entscheidend ist hier sicher die federnde Fixation, denn die gibt es bei allen anderen Auswahlmöglichkeit per Definition nicht. Man kann sich aber schnell in die Irre führen lassen durch die Gelenkdeformation, weil man diese vielleicht als Letztes der Luxation zuschreibt, denn man stellt sich unter Deformation evtl. etwas anderes vor, wie zum Beispiel bei der Arthrose oder der Gicht, da passt das erstmal in der Tat besser. Aber wenn ein Gelenk komplett aus seiner normalen Lage heraussteht, nennt man das nun eben auch Deformation. Die Schmerzen sind sicher das allgemeinste Symptom, deswegen auch unspezifisch allen Antworten zuzuschreiben, am wenigsten vielleicht noch dem Knochengeschwulst.

Tip für die Prüfung:

Ihr müsst immer versuchen auszuschließen, was gar nicht sein kann oder herauszufiltern was unbedingt sein muss! Im Beispiel hier: die Schmerzen nützen überhaupt nicht zur Lösung, ob diese in der Frage enthalten wären oder nicht würde für die Lösung irrelevant sein. Aber die federnde Fixation ist der Knackpunkt, die gibt es klassisch per Definition nur bei der Luxation.
Also immer erst ausschliessen, um dann bei der Antwort zu überprüfen, ob alle Symptome auch wirklich vorhanden sind.

Diagnoserätsel #01:

Antwort 4 ist die Richtige
Ausschlaggebend ist sicher das Umherlaufen, ein typisches Leitsymptom für die Nierenkolik, denn der Patient versucht intuitiv durch das Bewegen den Stein weiter nach unten zu befördern, um sich Linderung zu verschaffen…

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